Berlin Musicboard: Nachwuchsförderung – Diskutiert mit!

Die zweite Anhörung des Berlin Musicboard steht bevor und diesmal wird es um Nachwuchsförderung gehen, die konkrete Fragestellung lautet:

Wie fördern wir sinnvoll Musik-Nachwuchs?

Am 23. Mai 2012 von 16-18h findet im Abgeordnetenhaus in der Niederkirchnerstr. 5 die Anhörung mit Sachverständigen aus der hiesigen Musikszene statt. Aber alle anderen Interessierten sind ebenfalls herzlich eingeladen, sich als spontane Sachverständige dort einzubringen.

Wenn ihr nicht vor Ort sein könnt, aber eure Meinung zum Thema Nachwuchsförderung loswerden wollt, schickt uns eine Mail an musicboard@fluxfm.de – wir leiten alle Fragen, Anregungen, Ideen weiter an die Zuständigen.


Was bisher geschah:

Musicboard?

Der Berliner Senat will ein Musicboard einrichten, um die lokale Musikwirtschaft zu stärken und Berlin als Standort für populäre Musik noch attraktiver zu machen. 2013 soll es an den Start gehen und wird dann über ein jährliches Budget von einer Million Euro verfügen.

Eine Million ist zwar nicht wirklich viel Geld für ein solches Projekt – zum Vergleich: die Berliner Opernhäuser erhalten 120 Millionen -, aber es ist immerhin ein Anfang. Der Senat betritt mit dem Handeln für populäre Musik absolutes Neuland – weshalb es auch noch keine fertige Strategie gibt.

Die Aufgaben

Was z.B. die genauen Aufgaben des Musicboards sein sollen, steht bisher ebensowenig fest wie die administrative Struktur. Diese Fragen sollen „in einem breiten Dialog mit der Musikszene“ erarbeitet werden. Und die Musikszene – das seid ihr! Darum möchten wir eure Wünsche und Meinungen dazu erfahren, damit wir sie in die aktuellen Diskussionen im Senat einfliessen lassen können. Björn Böhning (SPD) ist der Chef der Senatskanzlei und kommt am Mittwoch, dem 18.4., um 11.40 Uhr zu FluxFM, um über das Musicboard und dessen mögliche Ausrichtung zu reden.

Diane & Winson mit Björn Böhning (SPD)

Diane & Winson mit Björn Böhning (SPD)

Bisher sind folgende Bereiche dafür grob definiert:

1. Vermittlung zwischen Politik, bestehenden Förderstrukturen und Szene

2. Föderung konkreter Projekte / Kooperationen

3. Nachwuchsförderung

4. Vernetzung der Akteure innerhalb der Branche und mit verwandten Branchen

Diskutiert mit!

Jetzt seid ihr gefragt: Was wünscht ihr euch noch vom Musicboard? Wo sollen die Prioritäten liegen bzw. was ist euch am wichtigsten? Habt ihr selber schon Erfahrungen mit vorhandener oder fehlender Förderung gemacht? Was und wer soll gefördert werden und was nicht? Welche Formen der Förderung (z.B. Finanzierung, wirtschaftliche und rechtliche Beratung) sind nötig? Welche Themen gehören eurer Ansicht noch in die Diskussion?

Schreibt uns eure Sicht der Dinge – entweder hier als Kommentar zum Artikel oder schickt eine Mail an musicboard@fluxfm.de. Wir bündeln eure Ideen und Vorschläge und bringen sie in die Diskussion – bei uns im Studio und in der Senatskanzlei – ein. Am 25. April findet im Abgeordnetenhaus die erste von zwei Anhörungen zum Thema „Berlin als musikfreundliche Stadt“ statt, wo die diversen Ideen zum Musicboard diskutiert werden. Für alle Interessierten besteht die Möglichkeit, sich dort als spontane/r Sachverständige/r einzubringen. Infos dazu findet ihr auf berlin.de!

Den – vierteiligen – Mitschnitt unseres Gesprächs mit Björn Böhning und Winson könnt ihr hier nochmal hören:

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Wir halten euch auf dem Laufenden!



23.05.2012

2te Anhörung:
23. Mai 2012 von 16-18h
Abgeordnetenhaus von Berlin
Niederkirchnerstr. 5, 10117 Berlin


Mitdiskutieren? Mail
an musicboard@fluxfm.de

4 Kommentare zu “Berlin Musicboard: Nachwuchsförderung – Diskutiert mit!”

  1. Martin

    18. April 2012 um 14.21 Uhr

    Ja, bitte macht keine „Newcomer“-Wettbewerbe oder versucht uns zu erkären, wie Twitter und Facebook funktionieren, damit wir uns in der unglaublich plötzlich und unerwarteten Digitalisierung zurechtfinden. Gaz ehrlich: Damit sind wir groß geworden. Beratung und Unterstützung bei der Finazierung wäre wichtig, denn daran fehlt es meist bei jungen Menschen, die Musik zum Beruf machen wollen, ob als Musiker, Veranstlater oder was auch immer. Und noch eine ganz große Bitte: Bitte keine abgehalfterten irrlichternden Ex-Major-Fredis auf uns loslassen. Deren weltfremdes Selbstdarstellertum braucht überhaupt keiner. Dann lieber Leute, die selbst schon mal erfolgreich in der Welt von heute gearbeitet haben. Danke.

  2. Geoffrey

    18. April 2012 um 11.10 Uhr

    Bei einem Gesamtbudget von 39 Mio € für Musikförderung werden 325.000€ der einzelprojektförderung im Bereich der populären Musik gewidmet. (quelle Kulturförderbericht 2011 des Landes berlin)
    das steht in keinem Verhältnis zu dem Anteil der populären Musik an dem internationalen Ruf Berlins als Musikstadt!

    Diese Balance muss zugunsten der U-Musik korrigiert werden.

  3. Stadt.Land.Flux. | FluxFM – Die Alternative im Radio.

    18. April 2012 um 10.16 Uhr

    […] Und eure Meinung und Fragen zum Thema wollen wir auch wissen. […]

  4. André Krumnau

    18. April 2012 um 02.44 Uhr

    Hi,

    Vermittlung zwischen Politik, bestehenden Förderstrukturen und Szene…

    sowie Aussteigern, Ex-Profis
    Ermittlung der Gründe für den Ausstieg oder Branchenwechsel

    Angestelltenvergütungen, Tarifverhandlungen für freie neue Künstler? siehe Castingteilnahme

    Anstand, Manieren, Respekt, Ethik und Moral von und für Musiker(branche) wichtig in den Punkten Anfragen oder Einladungen zu Events (Vorstellung, Anteasen von neuen Möglichkeiten, Projekten. Ideen, Fernsehformaten (Verbesserungen) und deren Missbrauch sowie Verhinderung

    Schaffung Index – aussenpolitische Wirkung
    von Gesang, Text und Sprache(Kommunikation) gerade in dem Punkt auf neue Sprachen und nicht bekannte Sprachen, Nischenkommunikation

    Zusammenarbeit zwischen öffentlich, rechtlichen Einrichtungen und Privat(Personen) Unternehmen

    Konzept und Ideensicherung und deren Beteiligung?

    was wäre wenn The Voice of, nicht von Endemol entwickelt worden wäre? sondern man nur ein Ruderer in einem Boot mit geworden ist

    Hätte man solch ein Interesse in der breiten Öffentlichkeit? in den letzten Jahren gehabt
    hinterfragen der Botschaften sowie deren Umsetzung / Wahrnehmung

    Was wäre, wenn jemand Regress stellen würde für The Voice of und den Veränderungen in anderen Castingformaten?

    MMC ist pleite und wer könnte demnächst betroffen sein? wie kann man dem entgegenwirken?

    Was wäre, wenn The Voice von jemandem aus der Szene entwickelt worden ist, Stefan Raab angeteast und erkennbar kommuniziert wurde und weitergereicht wurde, da es zu heikel war und konstruktive Kritik mit neuen Möglichkeiten war (sozialer Realismus und Konstruktivismus)

    wie kann man Universitäten besser mit der Praxis verknüpfen um neue Synergieeffekte zu schaffen und nutzen zu können?

    Was ist wichtiger die Botschaft oder die Vermarktung?

    Wann wird ein Song mit bestimmten Inhalten zum öffentlichen Interesse und welches Controlling kann man dem entgegenwirken?

    Wie könnte die Zusammenarbeit zwischen Hamburg, Köln UND Berlin aussehen?

    Wie viele Personen in der Branche bekommen ein faires Gehalt / Entlohnung gerade auf Ideen und Songs?

    Wie viele Unternehmen in der Musikbranche können von sich behaupten einer sozialen Marktwirtschaft gerecht zu werden?

    Welche Fehler / Schwachstellen sieht man im Vergleich von amerikanischer und europäischer Musik und der dazugehörigen Branche?

    Viele Anregungen und mit sehr viel Wahrheitsgehalt, schöne Grüße.

    Viel Erfolg und Spaß euch.
    Ich bin gespannt auf die beiden öffentlichen Anhörungen und Diskussionsrunden sowie der Veröffentlichung in Bild und Ton und Schrift gerade von jemandem beratend sowie moderierend von Universal, danach Gründung von dem neuen angesagten Startup „Tape TV“ und nun mit der Staatskanzlei in Berlin.