be Berlin Designwettbewerb: hübsche Souvenirs gesucht!

Ampelmännchen als Schlüsselanhänger, der Alex als Kinderrassel, die Schneekugel mit Brandenburger Tor – ob man will oder nicht, der Würgereflex setzt einfach automatisch ein, sobald man an einem der vielen Souvenirläden der Stadt vorbeigeht. Egal wie viele Berlin Souvenirs es bereits gibt, Hauptsache geschmacklos und auf keinen Fall genug.

Es ist wie eine Art optische Körperverletzung im öffentlichen Raum, und es drängt sich einem die Frage auf: Warum nicht mal in schön? Das hat sich auch die Stadt Berlin gefragt, sodass sie einen Designwettbewerb ins Leben gerufen hat: Deine Idee für Berlin ist gefragt.

Das Berlin-Souvenir ist im Augenblick nicht zu definieren, weil es einfach viel zu viele sind. Dass Modedesigner Michael Michalsky sich als Schirmherr der Sache höchst persönlich angenommen hat, zeigt uns: Die Lage ist ernst. Der Ruf der Stadt in höchster Gefahr – was sollen all die Menschen im Ausland nur von uns denken, die jemals einen der vielen Staubfänger aus Berlin mitgebracht bekommen haben. Da hilft wie so oft in Berlin nur noch Humor…

So sagt Michalsky: „Ich versuche das auf der ironischen Schiene aufzusatteln. Ich verschenke gerne Aschenbecher an Leute, die nicht rauchen, bevorzugt mit dem Brandenburger Tor. So was finde ich halt lustig, weil ich dann genau weiß, dass die Leute sich immer daran erinnern werden.“

Dass es auch anders geht, zeigen Städte wie New York, die mit ihrem I Love New York-Logo das Souvenir auf eine neue Ebene gehoben haben. Um die 30 Millionen bringen die Produkte mit dem Logo jährlich ein. Deshalb soll der Designwettbewerb, der von Berlins Marketing-Agentur be Berlin initiiert wurde, ein erster Schritt sein. Laut Agentur soll das neue Souvenir so sein, „dass die Leute komplett durchdrehen und es haben wollen.“

Und dafür ist eure Kreativität gefragt: Es winken bis zu 5000 Euro Preisgeld, eine Ausstellung im Rahmen der Designmeile im Herbst und im besten Fall, geht dein Souvenir in Serie.

Klick = Großansicht!

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Bevor ihr jedoch loslegt, gibt´s noch ein paar Hinweise vom Profi Michael Michalsky, der sagt, dass er sich ein Souvenir erhofft, dass viele Leute anspricht, egal wo sie herkommen: „Da diese Stadt einzigartig ist, hat sie auch ein einzigartiges Souvenir verdient. Viele der Sachen werden in Fabriken gefertigt, die eben den Teller für Berlin machen, genauso wie sie ihn für Paris, London und so weiter und so fort machen. Berlin eilt der Ruf in die ganze Welt voraus, dass sie eine der wichtigsten Kreativmetropolen ist. Dies kann auch in einem Souvenir zum Ausdruck kommen“.


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20.02.2013

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