Bitcoins in Berlin

Gemütliche Sofas, Kerzenschein, feiner Sound und lecker Essen – soweit, so gut, nichts Ungewöhnliches in Berliner Kneipen. Das Room 77 im Graefekiez in Kreuzberg hat aber noch was Besonderes oben drauf gepackt: Eine virtuelle Währung. Mit den „Bitcoins“ zahlt man im Room 77 ganz real Burger und Bier. Wie das System genau funktioniert und was dahintersteckt, das wollten wir wissen und haben dem Room 77 einen Besuch abgestattet.

Jörg Platzer ist der Betreiber des Room 77, vor gut einem Jahr hat er das Bitcoin System in seiner Bar eingeführt. Er ist überzeugt davon, dass das eine gute Sache ist.

Bitcoin ist digitales Geld, mit der Besonderheit, dass es eine dezentrale Währung ist. Das heißt es gibt keine Banken und keine Gebüren. Die Bitcoin Community ist weltweit vernetzt. Eine zentrale Stelle, die kontrolliert oder Gebühren erhebt, gibt es nicht. Das Geld fließt direkt von einem Nutzer zum anderen. An Bitcoins kommt man, indem man Dienstleistungen dafür verkauft. Oder aber man tauscht im Netz Euros bei einem anderen Nutzer ein und kann seine Bitcoins dann für texanische Hausmannskost im Room 77 wieder ausgeben. Das Bezahlen geht dann easy, einfach mit dem Handy oder Laptop.

Die gewöhnlichen Barbesucher nehmen den Service allerdings nur bedingt in Anspruch, die zahlen ihr Bier mit Euros. Für die Bitcoin Community ist das Room 77 aber der Treffpunkt. Sie versammeln sich hier einmal im Monat zum Stammtisch und auch Bitcoin Fans aus dem Ausland kommen extra in die Kneipe. Denn Deutschlandweit gibt’s nur hier dieses Zahlungssystem. Wirt Jörg Platzer ist davon überzeugt, dass Bitcoin die Zukunft gehört

Der Beitrag zum Nachhören:

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

Autor: Sebastian Mösch



26.04.2012

Die Kommentare sind derzeit geschlossen.