Botspot – die 3D-Druckerei

Fotos verschenken ist so ’ne Sache: oft scheitert es schon am Bilderrahmen – weil einfach kein schöner oder passender zur Hand ist, selber will man auch keinen basteln, und .. extra ins Fotostudio gehen für ein total natürliches Portrait? Blöd. Dafür und für Millionen anderer ungeahnter Dinge gibt es jetzt zum Glück den 3D-Druck.

Keine Utopie mehr, funktioniert nämlich immer besser – und nun gibt es in Berlin auch ein Geschäft speziell für 3D-Druck. BotSpot heißt der Laden. Dominic Holzer war dort: noch vor allen anderen durfte er schon mal reinschauen in „Deutschlands ersten 3D-Druck-Store“ mitten im Kreativ-Kaufhaus Modulor.

Thomas Strenger, einer der Geschäftsführer: „Wir wollen eigentlich alle ansprechen, also von Lieschen Müller bis hin zum Fachpublikum, also dem Architekten, dem Designer, aber auch einfach Leute, die nur eine Figur von sich ausdrucken möchten, die kein Foto mehr auf ihrem Klavier stehen haben wollen, sondern eine reale Figur.

Für €220 kann man sich dafür selbst einscannen lassen – das erledigen 60 Kameras im Scan-Raum, dem Herzstück bei BotSpot. Noch kurz von Hand nachbearbeitet entsteht in drei bis vier Stunden Druckzeit ein koloriertes 3D-Abbild – aus Gips, und im Verhältnis 1:10. Strenger: „Man kann sich also von oben bis unten ankucken, was man eigentlich vorher noch nie in seinem Leben machen konnte außer im Spiegel oder auf einem Foto, aber jetzt hat man sich zum ersten Mal richtig in der Hand und kann sehen, welche Haltung hat man, wie seh‘ ich von hinten aus, meine Haare, mein Kopf, mein Hintern, meine Beine, alles.

Im Verkaufsraum üben fünf ganz unterschiedliche 3D-Drucker schon mal den Probebetrieb. Die kann man hier auch kaufen: die Tüftler-Variante ab €700 bis zum High-End-Drucker für €7000. BotSpot funktioniert aber auch als Copy-Shop: die digitalen Druckvorlagen dafür gibt es teils kostenlos im Internet – oder man gestaltet sie selbst mit entsprechender Software.

21 Minuten hat’s gedauert – der komplette Schriftzug von FluxFM fertig ausgedruckt, in einer Breite von 15cm und einer Höhe von 0.75 cm, aus Bio-Kunststoff, der aus Maisstärke gewonnen wurde. An den Wänden hängen bei BotSpot allerlei solcher Schöpfungen aus dem Nichts: Eierbecher, ein Brillengestell, Lampenschirme, ein Häuschen für die Modell-Eisenbahn – alles wofür es eine digitale Vorlage gibt, kann hier gedruckt werden. Außer Waffen, die sind bei Botspot tabu.

Klick = Großansicht!

Klick = Großansicht!

Der Radiobeitrag von Dominik Holzer zum Nachhören:

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.



28.11.2013

botspot
Prinzenstr. 85D
botspot.de


28. November 2013

1 Kommentar zu “Botspot – die 3D-Druckerei”

  1. PrintMyAss

    17. Dezember 2013 um 20.46 Uhr

    Och schaaade, Waffen haetten’s interessant gemacht.