Breitbild: Modern Family

Modern Family

In der Nacht von Sonntag auf Montag wurde in Los Angeles der Fernseh-Oscar vergeben – die sogenannten „Emmy Awards“. Zwei große Abräumer gab es. Zum einen die auch hier hochgelobte Serie „Mad Men“, die im Nischenkanal ZDFneo läuft und deren 5. Staffel in den USA schon heiß erwartet wird.

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Die andere Serie, die ganz groß abgeräumt hat, die läuft noch nicht im deutschen Fernsehen, aber RTL soll sich bereits die Rechte gesichert haben. Man will sie möglicherweise über Super-RTL ausstrahlen, ihr wisst schon, der Kanal irgendwo auf Position 20+ auf der Fernbedienung. „Modern Family“ heißt die Comedy-Serie, die in den USA mit ordentlichen Quoten auf ABC zu sehen ist.

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Fünf der Emmy-Trophäen heimst „Modern Family“ ein – eine Serie, in der ein großes Familiengewusel portraitiert wird. Denn gleich zehn Hauptdarsteller zeigen die Wirrungen einer US-Patchwork-Familie auf. Und das im Stil einer sogenannten Mockumentary – also so wie in The Office oder auch im deutschen Halb-Ableger Stromberg gibt es eine leicht wackelnde Doku-Kamera und dazu immer wieder eingespielte Interviews. An der Spitze der Riesen-Familie steht der Patriarch Jay Pritchett, gespielt von Ed O’Neill, den die meisten noch aus der Rolle des Al Bundy aus „Eine schrecklich nette Famile“ kennen werden.

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Anstatt eher platter Sitcom-Gags, mit denen Ed O‘ Neill in seiner Rolle des Al Bundy  in den achtziger und neunziger Jahren groß wurde, ist der Humor in „Modern Family“ wesentlich subtiler. Der gealterte Jay Pritchett hat in einer zweiten Ehe die wesentlich jüngere Kolumbianerin Gloria geheiratet und deren pubertierenden Sohn Manny adoptiert.

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Jay hat noch zwei Kinder aus seiner ersten Ehe, die in etwa das Alter seiner jetzigen Ehefrau haben. Zum einen die Tochter Claire. Eine typisch-amerikanische Hausfrau, Mutter dreier Kinder und verheiratet mit Phil, der sich selbst als „Cool Dad“ bezeichnet.

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Dann ist da noch Jays Sohn Mitchell. Der lebt in einer homosexuellen Beziehung mit Cameron. Gemeinsam haben sie ein Mädchen aus Vietnam adoptiert.

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„Modern Family“ konzentriert sich auf diese drei kleinen Familien, die alle im Patchwork zusammengehalten werden. So zeitgemäß war vermutlich noch nie eine US-Prime-Time-Serie. Was natürlich auch den Erfolg erklärt. Abgesehen davon ist „Modern Family“ vor allem aber auch hochgradig lustig, voller subtiler Situationskomik. Wäre schade, wenn auch diese Serie wieder im deutschen Fernsehen irgendwo in der Nische versendet wird, findet Heiko Reusch. Denn eine Fangemeinde lässt sich dafür auch sicherlich hier finden.

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Autor: Heiko Reusch



21.09.2011

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