Essen auf Karibisch: Madinina Délice Créole

Madinina Délice Créole

Das Wandbild im Madinina stellt Fischermänner am Strand "Anses d'Arlet" auf Martinique dar.

Nicht nur in Sachen Musik, Kunst und Mode zeigt sich Berlin kreativ. Auch was die Küche angeht, hat die Hauptstadt in den letzten 10 Jahren ordentlich zugelegt.

Neben Italiener, Spanier, Currywurstbude und Asia-Imbiss gibt es mittlerweile auch jede Menge kleine aber feine – vor allem aber exotische – Restaurants und Imbisse in Berlin.

Wir möchten euch gerne einladen, mit uns gemeinsam in fremde Töpfe zu kieken. Unsere Reporterin Zarah-Louise Roth geht von nun an regelmäßig auf Streif- und Beutezug durch die Hauptstadt, auf der Suche nach unbekannten Geschmäcken und Tischkulturen.


Zum Auftakt geht es in die Welt der kreolischen Küche:

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Das kleine bunte Restaurant Madinina Délice Créole ist in der Warschauer Str. 12 in Friedrichshain. Also ab in die Karibik!


Land und Leute

Madininas Inhaber und Chefkoch Eric hinter dem Tresen.

Madininas Inhaber und Chefkoch Eric hinter dem Tresen.

Martinique gehört zu den kleinen Antillen, die wiederum zu Frankreich gehören. Von Berlin aus braucht man bis auf die Insel ca. 14 Stunden. Die typische Inselküche zu erkunden, dauert hingegen keine halbe Stunde: Eric Milia serviert in seinem kleinen, bunten Restaurant Madinina Délice Créole in Friedrichshain kreolische, also karibische Küche.

Landestypische Küche

Die karibische Küche ist vielfältig. Das Fleckchen Erde steht für Meer und Sonne und das spiegelt sich auch in den Grundnahrungsmitteln wider: Viel frischer Fisch, Südfrüchte und Kochbananen.

Letztere sind auch wesentlicher Bestandteil eines der Nationalgerichte: Grüne Kochbananen mit Bacalao, Öl und ein Stück Avocado und ein bisschen Gurkensalat, Chilisoße und fertig. „Bacalao“ ist kreolisch für Kabeljau. Den liebt man auf Martinique! Dazu gereicht wird gerne das hochprozentige Nationalgetränk „Ti Punch“ – weißer Rum mit Bronze Azucar oder Zuckersirup und einem kleinen Stück Limette. Das ist alles!

Auf Martinique isst man übrigens gern in geselliger Runde, auch an Weihnachten sitzt man nicht nur mit der Familie, sondern auch mit Nachbarn und Freunden am Tisch – auch ohne Besteck: „Trempage“ wird zum Beispiel auf einem Bananenblatt serviert und mit der Hand gegessen.

Empfehlungen des Hauses

Accras de morue (Fritters aus Kabeljau)

Accras de morue (Fritters aus Kabeljau)

Chef Eric Milia empfielt Kabeljau Accras oder Karotte Accras. Ansonsten Lachs Tartar, frischer Fisch oder Garnelen – aber die Accras gehen schneller. Die knusprig frittierten Fisch-Bällchen sind ein Klassiker und der Renner als Vorspeise bei den Gästen. Das Hauptgericht Curry mit ganzem Hühnerbein und speziellen karibischen Gewürzen wird serviert mit fingerlangen frittierten Süßkartoffelstäbchen – alles verdammt frisch und verdammt lecker.

Fazit

Viele Gewürze, viele bunte Farben, Südfrüchte, Zouk Musik, frittierte Bananen und Rum – und das alles gerne schon am Morgen: ziemlich sympathisch, diese Kreolen!

Chef Eric Milia kocht an besonderen Festtagen, wie Allerheiligen (oder Toussaint, wie es auf Kreolisch heißt), übrigens auch ganze Menüs. Dann gibt’s drei Gänge für 15€ – Willkommensschnaps und Plauderei inklusive.



08.11.2013

Madinina Délice Créole
Warschauer Str. 12
10243 Berlin-Friedrichshain

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