Graphothek

Eine Gruppe Berliner Künstler begibt sich in den 60er Jahren in die Reinickendorfer-Partnerstadt nach Greenwich in London. Und dort stoßen sie auf die für sie noch unbekannte Idee des Kunstverleihs. Als Erstes haben sie in den eigenen Ateliers geguckt und überlegt, was sie bereit zu spenden wären. Dann haben sie in Berlin Atelierbesuche durchgeführt und Künstler angesprochen, ob sie das Projekt unterstützen möchten. „So ist der Grundstock für die Graphothek Berlin gelegt worden“, so  Cornelia Gerner – Chefin der Graphothek und auch Fachbereichsleiterin für Kunst und Geschichte in Reinickendorf. Der von ihr erwähnte Grundstock wurde 1968 gelegt und ist der Beginn einer Erfolgsgeschichte, die sich bundesweit durchgesetzt hat. Überall finden sich heute Graphotheken – oder modern – Artotheken.

Aus den ursprünglich 27 Graphiken in der Graphotek Reinickendorf sind in den letzten 43 Jahren ca. 6000 Werke aus allen erdenklichen Stil- und Kunstrichtungen geworden. Auch ganz aktuelle junge Berliner Kunst ist dabei. Seit einigen Jahren bekommt die Graphothek auch wieder einen Einkaufs-Etat (der über Jahre hinweg weggefallen war) und kauft nun auch fleißig an.

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5€ kostet das Ausleihen eines Werkes für 3 Monate. Eine Jahreskarte mit der man gleich drei Arbeiten für ein ganzes Jahr Mieten kann, gibt’s für 25 Euro. Zur Auswahl stehen Grafiken, Gemälde und Fotografien. Aber Vorsicht, auch bei der Graphothek Berlin gibt es oft Warteschlangen. Nicht nur für bekannte Namen, auch für moderne „Insider“ sollte man sich vormerken lassen, denn Wartezeiten von zwei Jahren sind gut und gerne mal dabei.

Also einfach mal über die Feiertage vorbeischauen unter www.graphothek-berlin.de – und vielleicht hängt ja 2012 schon der nächste Daniel Richter bei euch im Wohnzimmer.

Der Beitrag zum Nachhören:

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Autoren: Hariklia Woutsas, Anna Ellger



01.01.2012

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