Plak Inn

„Die Schallplatte ist tot.“ Diesen Satz hört man jetzt schon seit vielen Jahren – immer und immer wieder. Bestätigt hat sich das aber letztendlich nie. Plattenliebhaber gibt es noch zu Genüge. Viel härter getroffen hat es da die gute alte Kassette – die ist nun wirklich inzwischen zur Rarität mutiert.

Besonders in einem Punkt ist das sehr schade: Denn wie doll hat man sich doch immer über liebevoll zusammengestellte Mixtapes gefreut! Ne CD ist da ja nur halb so schön. Jetzt gibt es aber die perfekte Lösung für Nostalgiker und Musikliebhaber – man kann seinen Mix nämlich als Schallplatte pressen lassen: Plak Inn heißt das Zauberwort – und wie das genau funktioniert, das weiß David Krause…

In der Liegnitzer Straße kann man sich sein persönliches Vinyl pressen – und anschließend schön verpacken lassen. Einfach mit einem USB-Stick, einer CD oder Ähnlichem vorbei kommen oder eine Mail an Martin schicken und dann wird davon eine Schallplatte produziert. Noch schöner ist es natürlich, das machen auch einige, ins Studio zu kommen und direkt was aufzunehmen. Das kann man sich dann auch auf eine Schallplatte ritzen lassen.

Tonstudio, Vinylpresse und Buchbinderei in einem Laden. Ulrike und Martin betreiben den vorderen Teil des Ladens – in dem die Platten gerillt und die Cover gestaltet werden. Das Studio im hinteren Teil gibts schon etwas länger in den unverputzten Räumlichkeiten. Johann Gottfried Soundsystem nennen sie sich. Martin hat sie bei einem Besuch kennen gelernt, und der vordere Teil des Studios war bis auf eine Couch leer. Und dann sind die beiden anderen Parteien ins Vorderhaus eingezogen.

Das war dieses Jahr im Februar – und seitdem kommen nicht nur Musikliebhaber in den Laden – es gibt die verschiedensten und eigenartigsten Aufträge, zum Beispiel eine Platte nur mit Waldrauschen mit Axtklängen dazwischen. Doch die meisten Kunden kommen dann glücklicherweise doch nicht aus dem Wald sondern aus dem DJ Bereich und lassen ihre Mixe von Martin auf Platte ritzen. Besser gesagt, von dem Gerät, das über dem Plattenspieler montiert ist – eine kompliziert aussehende Gerätschaft mit Diamantennadel.

Und wenn dann die Platte nach Wunsch fertig ist, ist Ulrike dran. Sie gestaltet neben den verschiedenen Verpackungen nämlich dann auch noch die Cover. Dabei richtet sie sich voll und ganz nach den Wünschen ihrer Kunden, es hat sich aber so langsam herausgebildet, dass die meisten ein Cover mit Fotos wollen – inkl. kurzem Text und persönlicher Widmung.

Der Preis liegt dann irgendwo zwischen 15 und 150€. Nicht ganz günstig, aber in jedem Falle ein absolutes Unikat. Und das wär doch auch mal wieder ein nettes Weihnachtsgeschenk – die Lieblingssongs des oder der Liebsten auf Vinyl gepresst…

Hier der Beitrag zum Anhören:

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Autor: David Krause

Mehr Infos dazu findet ihr auf plakinn.de



18.11.2011

1 Kommentar zu “Plak Inn”

  1. Plak Inn

    21. November 2011 um 13.57 Uhr

    Weitere Infos: http://www.facebook.com/PlakInn