Kurzwahl: Ältestenrat

Die Bundestagswahl steht an und da wird wieder systematisch mit mehr oder weniger klaren Begriffen um sich geschmissen. Die meisten hat man zwar schon mal irgendwann in der Schule gehört, aber wie das alles nochmal genau funktioniert – das weiß man oft nicht mehr. Damit ihr nicht ins schleudern kommt, bei den abendlichen Kneipendiskussionen frischt FluxFM Kurzwahl euer Wissen auf.

Wer beim Ältestenrat an faltige, graubärtige Greise denkt, liegt falsch. Im wichtigsten Koordinationsgremium des Bundestages sitzen keineswegs nur rüstige Rentner. Entscheidend ist die Erfahrung, die die Abgeordneten mitbringen, nicht die Lebensjahre. Demnach gibt es auch kein Mindest- oder Höchstalter. Im Moment ist Stefan Müller das jüngste Rats-Mitglied, der CSU Politiker ist 37. Ältestes Mitglied ist CSU Kollege Norbert Geis mit 74.

Der Ältestenrat besteht aus dem Bundestagspräsidenten – derzeit Norbert Lammert – und seinen Stellvertretern. Durch ihr Amt sind sie automatisch Mitglieder. Außerdem entsenden die Parteien noch weitere 23  Abgeordnete. Im Ältestenrat spiegelt sich das Stärkenverhältnis der Fraktionen im Bundestag wider: 10 Vertreter von CDU/CSU, 6 von der SPD und jeweils vier von FDP, Die Linke und den Grünen im Gremium.

Die Aufgaben des Ältestenrates: er unterstützt den Bundestagspräsidenten und vermittelt zwischen den Fraktionen, bereitet die Tagesordnungen vor, plant anstehende Debatten und schlichtet Streitigkeiten.

Auch in den meisten Landesparlamenten gibt es einen Ältestenrat – so wie in diversen Fußballclubs, Hochschulen und Kleingartenvereinen.



03.07.2013

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