Kurzwahl: Wahlhelfer

Die Bundestagswahl steht an und da wird wieder systematisch mit mehr oder weniger klaren Begriffen um sich geschmissen. Die meisten hat man zwar schon mal irgendwann in der Schule gehört, aber wie das alles nochmal genau funktioniert – das weiß man oft nicht mehr. Damit ihr nicht ins schleudern kommt, bei den abendlichen Kneipendiskussionen frischt FluxFM Kurzwahl euer Wissen auf.

Wahlhelfer, das sind die Leute, die im Wahllokal die Stimmzettel ausgeben, die Wahl beobachten und danach die Wahlzettel auszählen. Pro Wahllokal sind bis zu 10 Wahlhelfer im Einsatz, gemeinsam bilden sie den Wahlvorstand: hauptverantwortlich ist der Wahlvorsteher, er wird unterstützt von seinem Stellvertreter, einem Schriftführer und mehreren Beisitzern.

Wahlhelfer sind auch mobil unterwegs, etwa in Altenheimen oder Krankenhäusern. Die Tätigkeit des Wahlhelfers ist Ehrenamt und zugleich staatsbürgerliche Pflicht, theoretisch kann jeder Wahlberechtigte als Wahlhelfer eingesetzt werden: ablehnen darf man nur aus „wichtigem Grund“, zum Beispiel Krankheit, Sorge für pflegebedürftige Angehörige oder berufliche Verhinderung. Meistens melden sich allerdings genügend Freiwillige, nur selten müssen Leute verpflichtet werden. Auch die Parteien helfen beim Rekrutieren von Wahlhelfern.

Wahlhelfer bekommen eine Aufwandsentschädigung, das sogenannte Erfrischungsgeld. Reich wird dabei niemand – es gibt 21 Euro. Manche Gemeinde stocken das Erfrischungsgeld in eigener Verantwortung auf. Bei der Bundestagswahl im Herbst werden 600.000 Wahlhelfer benötigt.



11.07.2013

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