Listomania: Mauerpark


 

Sonntag für Sonntag zieht es tausende Berliner und Touristen in den Mauerpark. Zurück bleibt Woche für Woche vor allem eins – jede Menge Müll. 100.000 Euro kostet den Bezirk die Reinigung pro Jahr, da sind kreative Ideen gefragt, um Geld in die Kasse zu spülen. Der Bezirk Pankow dachte sich zum Beispiel, einen Fotoautomaten aufzustellen. Für 3 Euro druckt dieser eine Postkarte mit Foto und Mauerpark im Hintergrund sowie der Aufschrift: „Wir haben Spaß!“

So ähnlich werden die Fotoautomaten im Mauerpark aussehen

Als wir das gehört haben, dachten wir nur: Geld eintreiben im Mauerpark, okay – aber es muss doch auch kreativer gehen?! Daher hier unsere Listomania-geprüften Vorschläge, wie wir aus Dreck im Mauerpark Gold machen würden…

Punkt 5
Jeden Sonntag trällern sich hunderte Mauerparkbesucher die Kehle aus dem Leib beim Mauerpark-Karaoke. Warum nicht einfach eine eigene Musik-Verwertungsgesellschaft á la GEMA gründen: die MauMA. Gezahlt wird für jeden schiefen Ton. Da dürfte doch Sonntag für Sonntag einiges zusammenkommen…

Punkt 4
Einen langweiligen Fotoautomaten, der Touristenfotos schießt – sowas gibt’s doch längst an jeder Ecke. FluxFM denkt innovativ und weiter. Wie wär‘s mit echten Fotografen vor Ort, die Fotos von den Touris machen, wie sie Fotos im Fotoautomaten machen lassen? 3 Euro für das Automatenfoto, weitere 10 für das Foto vom Fotomachen – das ist doch mal ne Berliner Schnappschuss-Idee.

Punkt 3
Statt eines Fotoautomaten sollte man lieber einen „Hau den Lukas“ aufstellen – oder besser noch: einen „Hau den Spallek“. Nein, außnahmsweise ist nicht unser Max Spallek gemeint, sondern Stadtrat Carsten Spallek. So beliebt wie sich dieser bei Anwohnern und Mauerparkfreunden gemacht hat, wäre der „Hau den Spallek“ eine sichere Einnahmequelle über Jahre – versprochen!

Punkt 2
Hol Dir jetzt deinen ganz persönlichen Mauerpark-Mitgliedsausweis und werde Grashalm-Pate. Such Dir Deinen persönlichen Halm aus – und für nur 100 Euro im Jahr sorgt der Bezirk dafür, dass dieser wächst und gedeiht…

Punkt 1
Einfach zubauen, diesen ollen Mauerpark, bis auf den letzten Zenti…. Halt, Nein! Ganz wichtig, lieber Bezirk Mitte: Ihr könnt das ganze Ding zubetonieren, Parkhäuser draufstellen, McDonald’s-Filialen errichten – nur einen Bereich von etwa zehn mal zehn Metern solltet ihr genau so lassen, wie er jetzt ist. Mit all dem Dreck und Müll. Ihr ahnt schon, was jetzt kommt, wa? Und dann einfach die Touris zahlen lassen für einen Blick darauf: Wie der schöne Mauerpark doch früher einmal war…

Der Beitrag zum Nachhören

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18.09.2012

2 Kommentare zu “Listomania: Mauerpark”

  1. Elmar

    19. September 2012 um 21.10 Uhr

    Mein Vorschlag: An den Eingängen zum MP sowie vereinzelt auf dem Gelände verteilt und an den Mülltonnen fest verankerte Schilder aufstellen mit Fotos (hinter Plexiglas) des total zugemüllten MP, dazu entsprechende Anmerkungen in versch. Sprachen, damit auch das letzte Müll-(Klein-)Hirn das versteht (sofern „es“ lesen kann). Vielleicht hilft es ja, wenn man den Müllpe##ern, Ihren eigenen Dreck vorstellt und sie so anspricht, dass es ihnen beim nächsten Mal peinlich wäre. Mit der „Hundescheiße in Tüten“ in Berlin klappt das ja inzwischen auch einigermaßen…

  2. Dominik

    19. September 2012 um 19.41 Uhr

    tor vorne, tor hinten, 1euro eintritt, hunde 50cent, monatskarte 5euro, jahreskarte 30euro, zeitkarten fuer hunde immer 50% vom menschen-preis, kinder gratis, fertig