Nachgefragt: Kinder & Karriere

Es wird viel geredet in letzter Zeit: Kinder und Karriere – wie lässt sich das miteinander vereinbaren, wie finanziert man das und was kann und sollte von staatlicher Seite noch getan werden, um Nachwuchs attraktiver zu machen? Im Feuilleton wurde zuletzt heftig darüber diskutiert, auch die Politik beschäftigt sich gerade mit dem Thema…

Wenn das alles so schwierig ist, wie machen das eigentlich diejenigen, die bereits Kinder haben. Das haben wir nicht nur uns gefragt, sondern auch Leute auf der Straße.


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Es begann vergangene Woche mit einem Artikel im Feuilleton der FAZ und der Überschrift „Man muss wahnsinnig sein, heute ein Kind zu kriegen“ Die Antworten kamen prompt mit zwei weiteren Artikeln im selben Blatt: „Ihr wollt Kinder? Dann kriegt sie doch!“ und „Ruhe, ihr Jammer-Frauen!“.

Mit Jammer-Frauen gemeint, sind hier junge Akademikerinnen, die sich beschweren, weil sie nicht wissen, wie sie Kinder und Karriere unter einen Hut bringen sollen. Eine Problematik, vor der allerdings nicht nur Akademiker stehen. Doch siehe da: fragt man auf der Straße Otto-Normalbürger oder Anna-Normalbürgerin – scheint‘s irgendwie doch zu gehen…

Das Kind als Karriereknick – so die große Angst vieler Unentschlossener. Daher nun der Vorschlag von Familienministerin Manuela Schwesig: Elterngeld Plus. Wer nach der Geburt in Teilzeit arbeiten geht, würde demnach genauso viel verdienen, wie in Elternzeit. Dafür bleiben er oder und sie aber im Job.

Größere Probleme sehen die Leute, die wir auf der Straße befragt haben, eher bei der Betreuung. Elterngeld Plus, mehr Kita-Plätze, längere Betreuung – es gibt sicherlich so einiges, was die Familienplanung in Deutschland noch vereinfachen könnte und Kinderlosen die Angst vorm Elternwerden etwas mildern könnte – aber irgendwie gilt wohl auch hier – ob Akademiker oder nicht: es gibt nix gutes, außer man tut es. Kingt komisch – scheint aber so.

Seien wir einfach mal gespannt, was jetzt aus dem Elterngeld Plus wird – bestimmt wird auch hier alles nicht so heiß gegessen wie’s gekocht wird. Hat man ja beim Vorschlag 32-Stunden-Woche auch wieder gesehen.



14.01.2014

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14. Januar 2014

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