Was wurde aus BSE?

Am 23. März 1996 wird bekannt gegeben, dass die EU Kommission weltweit den Export von Britischem Rindfleisch untersagt. Damit will man die seit 1986 herrschende Angst vor der „Bovine spongiforme Enzephalopathie“ kurz BSE aus der Welt räumen, das Problem in den Griff kriegen.

In Folge dieses EU Beschlusses werden ca 4 Millionen Rinder in Großbritannien Notgeschlachtet – in Deutschland wird Entwarnung gegeben.

Ein Fehler, wie sich später zeigt. Am 20. November 2000 spricht Deutschlands Agrarminister Karl Heinz Funke in Brüssel vor dem EU Agrarministerrat – felsenfest davon überzeugt, deutsches Rindfleisch sei sicher.

Eine Äußerung, die Karl Heinz Funke noch zum Verhängnis werden soll. Keine Zwei Monate später – am 9. Januar 2001 tritt er – gemeinsam mit der damaligen Gesundheitsministerin Andrea Fischer – zurück. Denn keine vier Tage nach seiner Ansprache in Brüssel wird in Deutschland der erste BSE Fall bekannt und öffentlich gemacht.

Die Politik reagiert. Schnell werden auf gerichtliche Verfügung tausende Rinder notgeschlachtet. Die Kosten der BSE-Krise werden allein für 2001 und 2002 auf bis zu zwei Milliarden Deutsche Mark geschätzt. Doch die Superkrise bleibt aus.

Bis heute werden jährlich mehr als vier Millionen Rinder auf BSE-getestet. Ein kostspieliges Unterfangen, an dem das Landwirtschaftsministerium jedoch fest hält. Auch wenn die BSE Tendenz auffallend rückläufig ist: so werden 2008 und 2009 nur noch zwei Rinder positiv getestet, 2010 gar keins.
Diese  Krise ist also überwunden…

Hier der Beitrag zum Anhören:

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Autorin: Miki Sic



23.01.2012

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