Neustart: Blinkist – Sachbücher in 15 Minuten lesen

Blinkist

Für alle, die gerne viel mehr lesen wollen, aber viel zu wenig Zeit haben, könnte dieser Neustart ganz interessant sein. Zarah-Louise Roth stellt euch diese Woche ein Start-up vor, bei dem ihr überall und wann ihr wollt in kurzer Zeit viel Lernen könnt:

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.


Was Roboter wie Nummer 5 in den 80ern schon konnten, bereitet uns Menschen nach wie ziemliche Schwierigkeiten: in 15 Minuten ein ganzes Buch lesen.“ Mit der App Blinkist kann das aber eigentlich jeder, der ein Smartphone besitzt.

Mitgründer Holger Seim sagt: „Wir machen es einfacher, mehr zu wissen, weil wir die Kernaussagen von Sachbüchern aufs Smartphone bringen, da wo Leute heutzutage lesen.“ Anders gesagt: Mit Blinkist bekommt der vielbeschäftigte Leser eine handliche Zusammenfassung geliefert.

Blinkist

Man lädt sich die App herunter, meldet sich an und kann dann da die Kernaussagen von Sachbüchern – also die wichtigsten Lektionen und Gedanken in einem Format lesen, das für mobiles Lesen optimiert wurde und „blinks“ heißt. Das ist aufgeteilt in kleine Artikel, die sich in zwei bis drei Minuten lesen lassen.

Wer in der Supermarktschlange oder in der Bahn niemanden beim Nasebohren beobachten möchte, kann also so die Zeit nutzen, um etwas Neues zu lernen. Über 100 Buchzusammenfassungen gibt es bereits, monatlich kommen acht bis zehn Titel dazu.

„Lean In: Frauen und der Wille zum Erfolg“ von Sheryll Sanberg, der Geschäftsführerin von Facebook war z.B. im letzten Jahr einer der Bestseller bei Blinkist. Aber es gibt auch ganz viel andere Bücher, die in den Medien sind. Von Business zu Ratgebern bis hin zu politischen oder gesellschaftlichen Themen.

Blinkist Kategorien

Die Idee zu der Blinkist-App entstand an der Uni. Schon dort zeigt Chefredakteur Sebastian Klein besonderes Talent darin, Lehrbücher zusammenzufassen: „Und wir haben uns irgendwann gedacht, wenn das in der Uni einen Wert hat, hat es doch auch irgendwie später einen Nutzen. Wenn man arbeitet, hat man ja noch weniger Zeit zwischendurch zu lesen. Sachbücher sind ja auch nicht so motivierend wie Romane beispielsweise.“

Gegründet wurde Blinkist vor einem Jahr. Auch ohne viel Werbung haben sich bis heute über 20.000 User die Anwendung runtergeladen. Die Verlage waren zunächst skeptischer, wurden aber schnell überzeugt, erzählt Seim: „Es lesen immer weniger Leute Sachbücher. Und man muss irgendwie die Inhalte in Kanäle bringen, wo Leute heutzutage lesen – das machen wir. Und das sehen auch die Verlage. Es ist letzten Endes ein gutes Marketing für so ein Buch.“

Ein Monats-Abo kostet 4,49€, 1000 Abonennten haben die sieben Jungs von Blinkist schon überzeugen können. Als kleines Einstiegsschmankerl gibt es aber auch einen Gratis-Service. Da kann man monatlich drei ausgewählte blinks – sprich Buchzusammenfassungen – lesen. Einfach bei Blinkist kostenlos registrieren und testen.



31.01.2014

Die Kommentare sind derzeit geschlossen.