Everything Everything – A Fever Dream
Everything Everything – A Fever Dream

Everything Everything – A Fever Dream | Frisch gepresst

▷ Letzte Änderung: 2017-08-18
By Nina [FluxFM] |

EE_Shot2_AWH_0122_1_It feels like we’re living in a fever dream right now: kurz, prägnant, auf den Punkt. Das ist die Einschätzung von Jonathan Higgs, Sänger der britischen Avantgarde-Pop-Band Everything Everything zur aktuellen weltpolitischen Lage. So falsch liegt er damit nicht.

Daran angeknüpft taufen Everything Everything ihr neues, viertes Album A Fever Dream. Es ist ein mit Spannung erwartetes, nachdem vor zwei Jahren mit Get To Heaven der sowohl erfolgreichste, wie auch von Kritikern hoch gelobte Vorgänger erschien.

War der noch ein faszinierendes Rhythmus-Monster, mit so vielen Tempowechseln und Genre-Einflüssen, dass einem schnell schwindlich werden konnte, rudern die Briten auf Platte Nummer vier ein wenig zurück und orientieren sich neu.

Weniger Einflüsse also und einer davon sind definitiv Synthies sämtlicher Spielarten. Die befanden sich zwar schon immer im musikalischen Repertoire der Avantgard-Pop-Band. Auf A Fever Dream gibt es davon jetzt aber die volle Breitseite. Das Titelstück A Fever Dream zum Beispiel – sechs Minuten lang ausladene Synthiewände aller couleur, die Everything Everything zum einen eine neue stilistische Richtung vorgeben ohne das Gewesene zu vergessen, zum anderen der stark sozialkritischen Message in die Hände spielt.

 

Was auf Get To Heaven schon anklang, nimmt auf A Fever Dream Fahrt auf: Everything Everything werden zu Kommentatoren der Welt um sie herum. Nie direkt, immer durch die kleine metaphorische Hintertür kritisieren sie blinde Obrigkeitshörigkeit oder die soziale Kälte innerhalb der Gesellschaft.

Wenn sich Jonathan Higgs im Song New Deep also fragt: „Is there something wrong with all of this? Or is there something wrong with me?“, sollte das ein jeder aufgreifen und sich die gleiche Frage stellen. Und sich dabei dieses fantastische Machwerk von Everything Everything zu Gemüte führen. Aus musikalischer und selbstreflexionistischer Sicht.

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