Ramona Pop (Bild: Erik Marquardt)
Ramona Pop (Bild: Erik Marquardt)

Ramona Pop von den Grünen im FluxFM-Kandidatencheck

▷ Letzte Änderung: 2016-09-15
By Andreas Kiener |

Wie ticken die Kandidaten? Das wollten wir von FluxFM wissen und haben alle Spitzenkandidaten für die Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus einem Kandidatencheck unterzogen.

Im Leben von Ramona Pop gibt es einiges doppelt. Den Fraktionsvorsitz der Grünen im Berliner Abgeordnetenhaus zum Beispiel, den übt sie nämlich als Doppelspitze gemeinsam mit Antje Kapek aus. In den Wahlkampf ziehen sie sogar zu viert: Pop und Kapek stehen die grünen Landeschefs Bettina Jarasch und Daniel Wesener zur Seite. Eine doppelte Dopplung sozusagen.

Auch Ramona Pops Staatsbürgerschaft ist doppelt: Sie ist Deutsche und Rumänin. Als Kind deutschstämmiger Eltern wurde sie in Rumänien geboren. In den späten 1980ern zog die Familie nach Deutschland. Vor diesem Hintergrund nahm sie Frank Henkels Wahlkampfforderung nach einem Ende der Doppelstaatsbürgerschaften durchaus persönlich.

 

Restaurant, Späti oder Kneipe, wo trifft man Sie?

Am ehesten im Restaurant, da bin ich sehr probierwütig. In Berlin gibt’s ja immer wieder tolle, neue Sachen zu entdecken. Im Wahlkampfstress bin ich aber auch mal gerne bei meinem Lieblingsitaliener, der ist quasi mein zweites Wohnzimmer.


Welcher Song beschreibt Sie am besten?

Das wechselt ja öfter mal, je nach Lebenslage. Zur Zeit ist es ein schon etwas älterer Klassiker, „The Time is Now“ von Moloko, das passt ganz gut auf die Situation, in der ich gerade stecke: Wahlkampfendspurt und – man weiß es – am 18. September, da kommt es drauf an! Deswegen schwebt immer wieder Moloko durch meinen Kopf. Und tanzbar ist das Stück ja auch.

Was ist Ihr Unwort des Jahres?

Das Schlimmste, was ich bisher gefunden habe, ist, wenn Menschen, die sich engagieren und ihre Zeit opfern, um Menschen helfen können, die vor Krieg und Not geflüchtet sind, wenn diese Menschen als Volksverräter beschimpft werden. Das finde ich geradezu widerlich. Vielleicht ist das auch eines der Unworte des bisherigen Jahres für mich.

Welche politisch Entscheidung bereuen Sie?

Wir, die Berliner Grünen und die Kreuzberger Grünen, haben schon vor geraumer Zeit gemeinsam festgehalten, dass es keine besonders gute Idee gewesen ist, so lange zuzulassen, welche Verhältnisse am Oranienplatz und rund um den Oranienplatz entstanden sind. Wir möchten das nicht wiederholen. Ein Bezirk kann nicht die Lösung finden für etwas, das auf europäischer Ebene nicht stattfindet. Das hat uns in der Diskussion um die deutsche Flüchtlingspolitik auch ein Stück weiter gebracht hat.

Wenn Berlin ein Kuchen wären, welche Zutat dürfte nicht fehlen?

Der Kuchen wäre ziemlich bunt, da darf eigentlich gar keine Zutat fehlen, die zu einem guten Kuchen gehört, weil Berlin eben so wahnsinnig vielfältig ist. Diese Vielfalt hier in der Stadt würde man bei einem Kuchen vielleicht so übersetzen: „Da darf die Buttercreme nicht fehlen und die Nüsse in allen Größenordnungen und auch die Schokocreme nicht, vielleicht gehört auch noch ein bisschen Obst mit rein“. Alles zusammen ergibt das bunte, tolle Berlin, das uns begeistert und immer wieder überrascht. Da hat man ja bei einem Kuchen auch manchmal, dass man irgendwas drauf hat, bei dem man denkt: „Wow, das schmeckt ja richtig lecker. Wo kam das denn her?“

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