Melanie Gollin und Heiko Reusch (Foto: Sophie Euler)
Eigentlich sollte jeder sein Lieblingsshirt von Seeed anziehen, aber irgendwie hat Heiko die Aufgabe nicht verstanden. (Foto: Sophie Euler)

Seeed – New Dubby Conquerors | Das große Ganze

▷ Letzte Änderung: 2016-05-30
By Fabian [FluxFM] |
Im FluxForward-Channel:
30.12.2016, 10 Uhr

Im Radio:
28.05.2016, 18 Uhr
Wiederholung:
31.12.2016, 18 Uhr

Manche Alben sind so wichtig, dass man sie einfach mal am Stück hören muss. FluxFM widmet sich in Das große Ganze den Platten, die jeder im Schrank hat und die wir einfach mal zusammen hören wollen. Den Platten, die bahnbrechend waren, den Debütalben großer Bands und vergessenen Scheiben. Wir spielen sie von vorne bis hinten und zwischendurch erfahrt ihr alles, was ihr über den jeweiligen Langspieler wissen müsst. Diesmal beschäftigen wir uns mit:

Seeed – New Dubby Conquerors




51UozbvlA6LSub, Dub and the three E’s – das war der Schlachtruf der Berliner Dancehall-Fußballmannschaft in ihren Anfangstagen. Heute verkaufen sie Hallen aus, wo immer sie gehen und stehen, und die Ladies im Publikum fallen reihenweise um. Und eigentlich war das auch von Anfang an abzusehen.

Im Mai 2001, vor 15 Jahren, veröffentlichen Seeed ihr Debütalbum New Dubby Conquerors (benannt nach dem Song Duppy Conqueror von Bob Marley) und die Platte schlägt ein wie eine Bombe. Reggae hatte für viele ein angestaubtes Image, deutschen Dancehall gab es bis dato noch nicht – zumindest keinen vorzeigbaren. Und auf einmal taucht diese Band aus Berlin, die sich 1998 nach dem Vorbild eines Hybriden aus Marchingband und Soundsystem gegründet hat, förmlich aus dem Nichts auf und spielt Reggae und Dancehall mit deutsch-englischen Texten – sogar auf internationalem Niveau.

Mit Dickes B liefert die Platte DIE ultimative Berlinhymne, der Rest der Tracks arbeitet sich an verschiedenen Spielarten des Dancehall und Rootsreggae ab. Anfang des Jahrtausends kann man sich das Samplen noch erlauben, ohne, dass einem der Stuhl unterm Hintern weggeklagt wird. Deswegen strotzt New Dubby Conquerors nur so vor Samples, geborgten Riffs und Riddim-Versatzstücken.

Seit seiner Veröffentlichung hat das Album kein bisschen Staub angesetzt, klingt in jeder Sekunde wie die Hauptstadt an einem flimmerig heißen Sommertag. Ihre Urheber sind mittlerweile Megastars, nicht nur in Deutschland. Der Sound von Seeed hat sich von reinem Reggae zu popdurchtränkten Spielereien mit Rock entwickelt.

Was das Debüt der Berliner besonders gemacht hat, warum es bis heute seinesgleichen sucht und wie Heiko Reusch von der Band einmal harsch korrigiert wurde, klären wir bei FluxFM – Das große Ganze und hören die Platte dabei entspannt und in voller Länge.
 

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