(Foto: Diana Hagenberg)
(Foto: Diana Hagenberg)

MyStipendium.de | Stipendien für Orientierungslose und Co.

▷ Letzte Änderung: 2016-11-28
By Sophie [FluxFM] |

Stipendien für Querköpfe, für Globetrotter, für Träumer mit Geld, Auslandsaufenthalt und allem pi pa po… Kein Scherz, die gibt’s wirklich und zwar auf der Onlineplattform mystipendium.de. Warum es sich lohnen könnte, da mal reinzuschauen, erklärt euch FluxFM-Redakteurin Julia Oberlohr:

 
Möglichst viele Lehrveranstaltungen in jedes Semester quetschen, in den Ferien diverse Praktika, dazu noch ein bisschen netzwerken, kurz: schnell durchziehen – und im Idealfall mit 21 den Bachelor in der Tasche haben. So sieht der Alltag für viele Studierende aus. Mal in Ruhe ein Buch lesen, das nicht auf der Literaturliste steht, oder in eine Vorlesung einer anderen Fakultät reinhören – Fehlanzeige, keine Zeit.
Und genau da setzt ein Programm von MyStipendium.de an – eine Website die StudentInnen für sie geeignete Stipendien empfiehlt und auch selbst Stipendien entwickelt. Gegründet hat das Ganze Mira Maier:

„Manchmal hat man gar keine Zeit darüber nachzudenken, ob man in die richtige Richtung geht, ob man überhaupt das richtige macht. Darum ist es wichtig, da auch mal Luft holen zu können und zu überlegen, was will ich eigentlich wirklich machen.“

Zum Beispiel mit Hilfe des scratch „Stipendiums für Orientierungslose“ – in San Diego. 4 Wochen, mit Sprachkurs – Kosten für Flüge und Unterkunft sind abgedeckt, on top gibt’s noch 500 Euro Taschengeld. Ein Stipendium, das sich gezielt an Studienabbrecher und Lebenskünstler richtet, oder Leute, die einfach mal eine Auszeit brauchen.

Mira Maier entwickelt Stipendien wie diese, holt Kooperationspartner ins Boot und kann dann Leute mit dem scratch „Gute Laune Stipendium“ für ein Auslandssemester nach Südafrika an die Stellenbosch University schicken. Kriterium, um dieses Stipendium zu bekommen: Gute Laune verbreiten. Kein Witz.

„Persönlichkeit und Kreativität sind die Hauptkriterien – von da her sollte man uns mit seinem Charme, seiner Art und seinen lustigen und interessanten Einfällen begeistern können.“

Gute Noten sind irrelevant, nicht nur bei den Stipendien, die Mira mit MyStipendium selbst ins Leben gerufen hat.

„In Deutschland glauben die meisten, Stipendien sind etwas für Hochbegabte, die wahnsinnig engagiert sind und extrem bedürftig – und für so toll halten sich die wenigsten. Und das führt dazu, dass sich die wenigsten auch für Stipendien bewerben.“

Die Folge: Jedes Jahr bleiben mehrere Millionen Euro an Fördergeldern auf der Straße liegen. Auch um dieses Problem kümmert sich MyStipendium: 2500 Stipendienprogramme sind auf der Plattform gesammelt. Und Mira versichert: „Da ist für fast jeden was mit dabei.“

„Es gibt zum Beispiel Stipendien, da muss man im selben Ort wie der Stifter geboren sein – wenn man zufällig aus diesem selben Ort kommt, hat man natürlich im Einzelfall vielleicht Glück.“

Mit der Suchmaske auf MyStipendium kriegt man innerhalb von fünf Minuten raus, welche, manchmal doch recht kuriosen Auswahlkriterien, auf einen zutreffen und welches Stipendium zu einem passen könnte. Dann muss man nur noch eines tun: sich bewerben.
Neben dem Pool an 2.500 Studienprogrammen bietet MyStipendium gerade drei eigene Programme an: Das „Schwächen-Stipendium“, das „Stipendium für Orientierungslose“ und das „Gute Laune Stipendium“. Bis Ende Januar könnt ihr euch für diese Stipendien bewerben – alle Infos findet ihr online: www.mystipendium.de

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